Zöliakie - Eine kurze Beschreibung

Zöliakie ist eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten. Gluten ist ein Sammelbegriff für Proteine (Klebereiweisse), die in den Getreidesorten Weizen (inkl. Einkorn, Emmer und Khorasan Weizen - oft erhältlich unter dem Namen Kamut), Dinkel und Ur-Dinkel, Grünkern, Gerste, Roggen und Hafer enthalten sind.

Bereits durch kleinste Mengen glutenhaltiger Nahrungsmittel wird bei Zöliakiebetroffenen die Dünndarmschleimhaut durch eine Autoimmunreaktion geschädigt. Diese Schädigung führt zu einer verminderten Aufnahme von Nährstoffen und damit zu einer Unterversorgung des Körpers und entsprechenden Folgeschäden. Man geht davon aus, dass ca. eine von 100 Personen betroffen ist. Zöliakie ist eine unterdiagnostizierte Erkrankung und kann in jedem Lebensalter auftreten.

Bis jetzt sind keine therapeutischen Möglichkeiten bekannt, um die Disposition zur Zöliakie zu heilen. Die Betroffenen können aber beschwerdefrei und gesund leben, solange sie eine glutenfreie Ernährung konsequent einhalten. Die glutenfreie Ernährung bedeutet, dass auf alle Nahrungsmittel, die in irgendeiner Form die glutenhaltigen Getreide enthalten, verzichtet werden muss.

Synonym: glutensensitive Enteropathie Veraltete Bezeichnungen der Zöliakie: «Hertersche Krankheit», «Sprue», «non tropical Sprue»

 

 

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